Kriterien für Webspace / Webhosting

Die Auswahl des richtigen Webhosters ist meist gar nicht so einfach. Viele „Laien“ wissen nicht, auf welche Dinge Sie achten müssen und Wert legen sollten. Auch macht die Masse der Webhoster die Sacher nicht einfacher. Oft stimmt das Preis-Leistungsverhältnis! Für diese Fälle haben wir eine Liste mit den wichtigsten Kriterien erstellt.

1. Geschwindigkeit und Erreichbarkeit der Servers

Eine Webseite sollte nicht länger als ca. 10 Sekunden laden. Deshalb ist die Geschwindigkeit des Servers sehr wichtig. Solange man einen eigenen Server hat, sollte dies keine Probleme machen, außer man lastet dieses aus. Wenn man sich einen Server aber mit vielen anderen Usern teilt, kann bei falscher Konfiguration des Servers schnell eine Überlastung entstehen und die eigene Webseite lädt einfach zulange. Deswegen immer auf die Lastverteilung achten und den Rechner (CPU, RAM u.s.w.) achten.
Auch auf die Ausfallzeiten bzw. Erreichbarkeit des Servers sollte geachtet werden. Oft geben Webhoster einen Prozentwert an, welcher auch eingehalten werden sollte. Wenn dies nicht so sein sollte, kann man den Provider gern nach einer Entschädigung fragen. Der Wert sollte nicht unter 98% liegen.

2. Speicherplatz / Webspace

Der Bedarf an Speicherplatz hängt ganz vom Inhalt der Webseite ab. Seiten mit vielen Bildern und großen Datenbanken brauchen weitaus mehr Webspace als andere. Für eine ganz normale Seite ohne viel Schnick Schnack sollten um die 50MB reichen.

3. Datentransfer / Traffic / Transfervolumen

Einer der größten Fallen ist der Traffic den die User beim Besuchen der Webseite verursachen. Wenn die eigene Seite noch nicht sehr bekannt ist, kommt man mit dem inkl. Transfervolumen meist leicht zurecht. Sobald man aber einige Besucher auf die Webseite bekommt und dann noch viele Bilder oder Downloads hat, ist man schnell über der Grenze und bezahlt jeden MB mit viel Geld. Deshalb sollte man am Besten ein Paket mit unlimited Traffic wählen. Für kleine Firmenseite und ähnliche Seite reicht natürlich der Standard-Traffic. Einfach den Datentransfer beobachten und gegebenenfalls ein anderes Paket wählen bzw. ein Upgrade durchführen.

4. Datenbank, PHP, Emailadressen u.s.w.

Dynamische Webseiten, Scripte und andere Webprogramme setzen PHP und Datenbanken voraus. Die meisten Webhoster bieten deshalb auch Standardmäßig diese Funktionen an, weil heutzutage wenige Webseiten nur in HTML gebaut sind.
Auch Emailadressen sollte zur genüge vorhanden sein. Wenn man eine private kleine Webseite hat, braucht man sicher nur 1-2 Adressen. Bei Firmen u.s.w. werden es aber schnell mehr. Deshalb sollte man sich vorher Gedanken machen, wie viele Emailadressen man braucht.

5. Zusatzprogramme / Baukasten

Oft werden auch Verwaltungsprogramme wie Confixx angeboten. Hier kann man dann alle wichtigen Sachen wie Domains, Emailadressen, Datenbanken u.s.w. verwalten. Solche Programme sind aber oft nicht billig und treiben den Preis für den Webspace hoch. Wer nur eine Webseite verwalten möchte oder nur eine kleine Webseite hat, kann darauf gut und gern verzichten.
Einige Anbieter, meist die großen, bieten Baukästen für Webseiten und Scripte an. So kann man schnell und ohne viel Know-How Programme installieren und diese schnell nutzen. Dieser Service ist zwar gut gemeint, treibt aber den Preis wiederum schnell in die Höhe. Wer verzichten kann, sollte dies deswegen auch hier machen.

6. Support, Vertrag, Upgrade u.s.w.

Gerade beim Support kommen viele Webhoster an ihre Grenzen. Hier stimmt zwar oft der Preis, jedoch wartet man Tagelang auf Hilfe oder eine Antwort. Deshalb sollte man sich hier genau informieren, wie man jemand von der Technik erreicht und welche Möglichkeiten es für eine Kontaktaufnahme gibt.
Der Vertrag und die AGB sollten verständlich sein und auf jedem fall zumindest überflogen werden. Hier vor allem auf Laufzeiten, Zusatzkosten und Kündigungsfrist achten! Sollte man keine AGB finden, gleich die Finger vom Anbieter lassen.
Schauen Sie vor dem bestellen, ob Sie Ihr Webpaket oder Server upgraden können. Wenn man doch mehr Webspace oder Traffic braucht, wird man froh sein, wenn der Webhoster die Möglichkeit bietet, seine Pakete upzugraden. Dieses Kriterium ist aber kein muss, nur eine hilfreiche Zusatzleistung im Fall der Fälle.

7. Domains

Inkl. Domains sind kein muss, werden aber oft zu den Paketen angeboten. Meist bekommt man bei kleineren Paketen bis 5€ eine Domain zusätzlich, über 5€ dann schon mehrere.

Fazit:

Natürlich sollte jeder selber überlegen, welche Kriterien für die eigenen Anforderungen notwendig sind. Der eine braucht mehr Email-Adressen, der andere durch z.Bsp. Bilderdatenbanken viel Speicherplatz oder der andere mehrere Datenbanken. Die Liste dient daher nur als Anhaltspunkt, was vorhanden sein sollte. Man sollte vor dem Bestellen wissen was man braucht, um unnötige Kosten zu sparen.

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