Immernoch Sache von Profis – Grafikdesign im 21. Jahrhundert

Im multimedialen Zeitalter ist es inzwischen fast Jedem möglich mit der richtigen Software grafische Non-Print und Print Designs zu erstellen. Mit Hilfe der zahlreichen Filter, Plug-Ins etc. entstehen in wenigen Minuten zunächst eindrucksvoll wirkende Grafiken. Oft wird aber schon auf den zweiten Blick klar, dass es sich dabei in vielen Fällen nur um Effekthascherei handelt.
Grafikdesign ist nach wie vor ein Handwerk welches es zu erlernen gilt. Es bedarf einer professionellen Ausbildung, jahrelanger Erfahrung und einen geschulten Blick auf das Gesamte. Was ist das Ziel der erstellten Grafik, wie und auf wenn soll sie wirken und was soll sie ausdrücken / übermitteln? Dabei ist weniger oft mehr. Gezielt gesetzte grafische Details wissen dabei oft mehr zu überzeugen als ein Meer aus Effekten und Filtern. Dies gilt sowohl für Print als auch für Non-Print Erzeugnisse.

Printprodukte

Nehmen wir für die Printprodukte die firmeneigene Visitenkarte als Beispiel. Zunächst einmal muss eine Visitenkarte übersichtlich und klar strukturiert alle relevanten Daten/Informationen übermitteln, welche anschließend durch grafische Untermalung zu einem edlen und repräsentativen Design zu einem überzeugenden Gesamtwerk vollendet werden. So muss z.B. die Platzierung des firmeneigenen Logos oder die Wahl des Hintergrundes gut durchdacht und umgesetzt werden, was einen geschulten Blick und einer Menge Erfahrung bedarf.

Webdesign

Ganz ähnlich verhält es sich auch bei Non-Print Erzeugnissen. Werfen wir an dieser Stelle doch mal ein genaueren Blick auf das Webseiten-Design. Der grafische Mantel ist das Erste, was der Besucher einer Homepage wahrnimmt und der Bewertung des Ersteindrucks zu Grunde liegt. Bei der Erstellung des grafischen Gerüstes einer Webseite ist es oft ein sehr schmaler Grad zwischen grafischer Überladung und altbacken wirkender Präsentation. Header, body, content und footer müssen ein grafisch überzeugendes Gesamtbild abgeben, sich grafisch aber trotzdem gezielt voneinander abheben. Dies bedarf zahlreicher Kenntnisse die weit über den professionellen Umgang mit Grafikprogrammen hinaus gehen. So sind vielfältige Kenntnisse wie das Verständnis von Farbharmonien, die Integration des Firmenlogos und der Firmenfarben im Design und die Hervorhebung der Einzigartigkeit der Webseite in ihrer Präsentation durch künstlerische Elemente von Nöten, um eine überzeugende und repräsentative Homepage zu erstellen.

Schon an diesem kurzen Einblick in die Welt eines Gafikdesigners sehen Sie, dass dieser Beruf eben mehr bedeutet, als die Verwendung von Filtern, Presets und Plug-Ins, um zu einem nachhaltigen und dauerhaft überzeugenden Ergebnis zu kommen. Um es auf den Punkt zu bringen an die Stelle abschließend ein kleiner Vergleich. Es verhält sich mit einiger Fantasie vielleicht ganz ähnlich wie beim Autofahren. Es wird immer einfacher ein Auto unfallfrei durch den Verkehr zu bewegen. Fast jeder , unter der Voraussetzung er verfügt über  einen gültigen Führerschein, kann heutzutage aufgrund der fortschreitenden Technik ein Kfz sicher durch den Verkehr steuern. Das Auto übernimmt inzwischen viel für einen – Stichworte: Automatik, Einparkhilfe, Bremsautomatik etc. Deswegen kann man aber noch lange keine Formel 1 Boliden erfolgreich über monegassische Straßen steuern. Dies ist Sache von Profis, die ihr Handwerk über Jahre gelernt haben und ihren Job aus dem Effeff beherrschen. Genauso verhält es sich beim Grafikdesign. Jeder kann sich heutzutage aufgrund der zahlreichen Hilfsmittel in Form von Programmen und Internetanleitungen als Grafikdesigner betätigen, aber für einen nachhaltiges,  grafisch höchsten Standards  genügendes und kommerziell erfolgreiches Ergebnis bedarf es nach wie vor die Arbeit von Profis, welche ihr Handwerk gelernt haben und ihre Tätigkeit aus dem Effeff beherrschen.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.